„Lippetaler Kleeblatt“ spinnt Netzwerk

von Marc Schlunz

Feste Ansprechpartner für alleinstehende Menschen

Lippetal. Alten Menschen in Lippetal eine hohe Lebensqualität in den eigenen vier Wänden ermöglichen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die sozialen Kontakte in ihrer ganzen Bandbreite erhalten bleiben: Das ist das Ziel des Projektes „Lippetaler Kleeblatt“, das im Juni 2014 ins Leben gerufen wurde. Bis zum Mai 2016 soll nun ein ehrenamtlich getragenes, nachbarschaftlich orientiertes Unterstützungssystem aufgebaut werden, ein soziales Netzwerk engagierter Menschen, die jeweils in den Ortsteilen alleinlebenden alten Menschen ein verlässlicher Partner sind.

 

Claudia Wetter, für zwei Jahre hauptamtlich Projektkoordinatorin, hat sich in den vergangenen Monaten bereits intensiv darum gekümmert, ein ehrenamtliches Koordinierungsteam zu finden. „Wir wollen bei dem Projekt natürlich an bereits vorhandene Aktivitäten und Engagements anknüpfen“, erläutert die Ehrenamtsberaterin des Caritasverbandes Soest, die in den letzten Monaten schon in vielen Institutionen und Organisationen das „Lippetaler Kleeblatt“ vorgestellt hat.

 

Sieben Lippetaler Bürgerinnen und Bürger haben sich inzwischen zur ehrenamtlichen Mitarbeit im Koordinationsteam bereit erklärt. „Damit haben wir zwei feste Ansprechpartner in Herzfeld und jeweils einen in Lippborg, Hovestadt, Brockhausen, Oestinghausen und Hultrop-Heintrop-Büninghausen.“ Dieses Team hat sich ein festes Arbeitspensum gesetzt. „Bis Ende des Jahres machen wir eine Art Bestandsaufnahme“, gibt Claudia Wetter Einblick. „Wo sind Lücken, wo Schwierigkeiten, die von alten alleinstehenden Menschen nicht bewältigt werden können? Wir bauen jetzt Arbeitsstrukturen auf, setzen quasi das Fundament und werden uns erst im nächsten Jahr daran machen, die Lücken durch Angebote zu schließen.“

 

Erst wenn diese „Landkarte der Angebote“ geschrieben ist, wird das Projekt „Lippetaler Kleeblatt“ Männer und Frauen suchen, die sich ehrenamtlich einsetzen wollen. Dazu wird das Koordinationsteam gemeinsam mit Claudia Wetter zu Informationsveranstaltungen einladen, um die konkrete Umsetzung zu erläutern.

 

Es gibt etliche Gruppen und Organisationen, die bereits sehr wirksame Hilfe leisten. Claudia Wetter: „Sie alle wollen wir zu einem Netzwerk zusammenfügen, Lücken ergänzen und damit die hohe Lebensqualität älterer Menschen im Lippetal gewährleisten.“ Zur Lebensqualität zählt unbedingt, dass Senioren in der eigenen Wohnung leben können. Ihnen dabei Hilfe und Unterstützung zu geben, soll ebenso Aufgabe der „Kleeblatt“-Ehrenamtlichen sein.

 

Quelle: Der Dom

 

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